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Urnerboden

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Urnerboden

Überquert man den Klausenpass und fährt etwa 10 km Richtung Glarnerland, gelangt man auf die schönste und grösste Schweizeralp, den Urnerboden. Dort werden bis zu 1000 Kühe gesömmert. Gemsfaiern und Fiseten hingegen sind Rinderalpen die bis zu 700 Rindern auftreiben können.

Die Enklave Urnerboden gehört kirchlich und politisch zu Spiringen und ist im Sommer von Uri her erreichbar. Der Urnerboden liegt auf 1370 m Höhe und ist erst seit Oktober 1877 nach einem Bundesratsentscheid über die Niederlassungsfreiheit ganzjährig bewohnt.

Erstmals entdeckt wurde der Klausenpass (und somit auch der Urnerboden) vor über 3000 Jahren. Am Klausenpass wurde ein Bronzedolch gefunden, der auf diese Zeit zurückgeht.

Uris Kantonsgrenzen folgen vielerorts nicht den Wasserscheiden, sondern greifen weit ins Ennetbirgische. So datieren die Marchstreitigkeiten mit Glarus bereits aus dem Jahre 1003. 1315 wurde die Grenze zwischen Glarus und Uri genau abgesteckt und die Ennet-Märch, wie der Urnerboden von den Spiringern genannt wird, gehörte fortan unbestritten den Urnern.

Das erste Gotteshaus, ein Kapellchen, führt bis aufs Jahr 1437 zurück. Im 17. Jahrhundert wurde im Dorf eine Kapelle erstellt. 1902 wurde eine Kaplanei gegründet, so dass ab 1903 die Toten auf dem eigenen Friedhof begraben werden könnten. 1915 wurde die neue Kirche eingeweiht. 1899 erhielt der Urnerboden eine eigene Schule und im Jahr 1961 ein eigenes Schulhaus. Die Schule musste im Jahr 2001 geschlossen werden.