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Freizeit & Kultur

 

 

Dörflihaus-Museum

 
Die höchst wechselvolle Geschichte und die Kulturgüter von Spiringen mit Enklave Urnerboden werden an Ort übersichtlich interpretiert, sinnvoll integriert und sicher aufbewahrt sowie präsentiert.


Ein Museum entsteht..

Dem Konzept und Projekt zum Dörflihaus stimmte im Oktober 1993 die Gemeindeversammlung Spiringen zu. Diese gemeinnützige Stiftung wird getragen von der Einwohner- und Kirchgemeinde Spiringen sowie von Privat. Das Museum konnte dank Förderung und Unterstützung vieler Gönner und Mitwirkenden am 27. August 1995 eröffnet werden. Wohl mögen für eine finanziell bedrängte Berggemeinde auf den ersten Blick mittelfristig wichtigere, vor allem materiell sichtbare Aufgaben anstehen, als die Schaffung von Archiv- und Ausstellungsräumen für Kulturgüter. Dennoch - es ist ein Museum, das zweifelsfrei allen etwas bringt: der einheimischen Bevölkerung für ihre Kulturförderung und -erkenntnis, den Touristen für ihre Freizeitgestaltung, aber auch den an der Vergangenheit und Gegenwart interessierten Besuchern.

 ... und Mensch, Geschichte und Kultur wird präsentiert.


A. Eingangsbereiche: Ost und Süd

Korridor beim Haupteingang Ost: Vitrinen enthalten zahlreiche Bilddokumente und Gegenstände, welche an die Internationalen Klausenrennen 1922 - 1934 erinnern, wie die Chronometrie für die Zeitmessung (von 1925), Fotos über Charme und Adel und die Rennstreckenkarte von damals. Die Präsentation zeigt auch, dass keine andere Bergrennstrecke Zuschauer und Rennfahrer so stark faszinierte wie der 21,5 km lange Parcours Linthal - Zielhaus am Klausenpass.

Treppenhaus: Grossformatige Fotos vermitteln einen Eindruck von der zauberhaften Landschaft des Schächentals und des Urnerbodens.

Korridor UG: Historische und neuzeitliche Aufnahmen dokumentieren die Entwicklung des Dorfes Spiringen und der Siedlung auf dem Kapellenport im Urnerboden.

Eingangskorridor Süd: Bruderschaften und Vereine: Bilder und Gegenstände führen ein in die altehrwürdigen Bruderschaften (v.a. die Sennenbruderschaft) und die modernen Vereine.

Das Dörflihaus: Zur Erinnerung an die Familie von Regierungsrat Karl Gisler, den vormaligen Besitzern des alten Dörflihauses. Die Ausstellung zeigt Erinnerungsstücke an die Familie Gisler, an die alte Poststelle und das Dorflädeli, welche zusammen ein wichtiges Thema der Spiringer Dorfgeschichte beinhalten.


B. Im Zimmer Kultur / Sitzung

Im engen Eingangsbereich hängen Fotografien von Familien, Frauen und Männer von einst und heute. Sie möchten, stellvertretend für die ganze Einwohnerschaft, mit dem Besucher in Kontakt treten und ihm sagen: So sind wir!

Land- und Alpwirtschaft: Der Betrachter erlebt die komplizierte Betriebsstruktur eines Bauers in Spiringen und sieht verschiedene alte Werkzeuge des Landwirtes und Senns.

Wald und Holz: Das Holz als wichtigster Rohstoff Spiringens hat eine besondere Kultur des Holzens und der Holzverarbeitung hervorgebracht. Bilder und Gegenstände erzählen davon.

Verkehr und Tourismus: Hier sieht der Betrachter die Entwicklung vom einfachen Fuss- und Viehfahrweg zur modernen Autostrasse und die damit verbundenen Transporttechniken sowie die aufblühende Fremdenindustrie.


C. Im Kulturgüterschutzraum

Pfarrei Spiringen: Ausgehend von der Gründungsurkunde von 1290 zeigt das Museum wertvolle Sakralobjekte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Volk und Hirten: Gegenstände und Bilder bieten einen Einblick ins vielfältige Leben der Pfarrei und weisen auf die bedeutenden Kirchenmänner hin, welche Spiringen hervorbrachte. Unter ihnen ist Bischof Dr. Johannes Vonderach der bedeutendste. Von besonderem künstlerischem Wert sind die sakralen Geräte wie Bischofstab, Kelch, Kreuz und Ring vom international anerkannten Zürcher Goldschmied Meinrad Burch-Korrodi.

Trachten: Eine Gruppe von vier Trachtenfiguren (um 1800) führt in anschaulicher Weise ins Trachtenwesen des Schächentals ein.

Kunsthandwerkliches Arbeiten: Mehrere Originalkunstwerke einheimischer Kunstschaffender bieten einen Einblick in diese fast unbekannte Kultur.

Gemeindewesen: In einer Vitrine sind Dokumente zur Geschichte des Spiringer Gemeindewesens zu sehen, dessen Ursprung ins Mittelalter zurückreicht.

Schulgeschichte: Eine weitere Vitrine führt in die bewegte Schulgeschichte ein. Fotos und alte Schulutensilien veranschaulichen den Schulalltag von anno dazumal.

Haus und Herd: Die dritte, grosse Vitrine enthält Vielerlei aus dem Haus der Spiringer Familie, den Vätern noch vertraut, der Jugend bereits unbekannt: aus dem Herrgottschrottä, Keramik, Ofenkacheln, Ziegel, kunstvolle Klosterarbeit u.a.m.


D. Ein weiteres Herzstück der Ausstellung

Im Raum Haupteingang sind Urkunden von 1196 und 1290. Das Herzstück ist die Stiftungsurkunde von 1290 und das Jahrzeitbuch von 1290/1515. Darin sind Namen aufgeführt, die massgeblich an der Gründung der Eidgenossenschaft von 1291 mitwirkten. So ist in den Urkunden unter anderem überliefert, dass die Schwyzer Familie Stauffacher mit der im Schächental und nachgewiesenen Familie Fürst an der Spielmatte verschwägert war.

Exponate und Zeugen zeigen ausserdem den Durchmarsch der russischen Armee. Die Ausstellung vermittelt auch, weshalb sich der russische Feldmarschall Suworow 1799 zum Marsch ins Schächental und über den Kinzipgpass entschloss.


Dörflihaus-Museum - betrachtendes Verweilen

Das Museum will in der rasch ändernden, hektischen Zeit einladen, einen Augenblick zu verweilen und die Landschaft von Spiringen und Urnerboden sowie die Lebensweise seines Volkes zu betrachten. Dabei wird der Blick, wenn auch nicht ausschliesslich, vor allem in die Zeit 1290 bis zum zweiten Weltkrieg gerichtet. Die einzelnen Themen werden mit einer Informationstafel (insgesamt 9 Tafeln) eingeleitet und mit Originalgegenständen sowie Bild- und Textdokumenten dargestellt.

Die Ausstellung kann nicht viel mehr als die verschiedenen Themen andeuten, auf Wertvolles und Schönes hinweisen. Sie will anregen, die Wertschätzung für die Natur und die Kultur des Schächentals, Urnerbodens und des Klausengebietes allgemein wecken und zur Sorgfalt im Umgang mit diesen Gütern einladen.


Information zur Besichtigung

Das Museum eignet sich auch in Kombination mit dem historischen, wasserrad-angetriebenen Sägewerk und dem Zielhaus am Klausenpass (aktuelle Ausstellung zum Klausenrennen von 1922 - 1934), als beliebter Ausflugstreff für Familienfeiern, Schulen, Senioren, Hochzeitgesellschaften, Klassentagungen, Clubs, Firmen oder Vereine.

Parkplatz / Restaurant in unmittelbarer Nähe.

Öffnungszeiten

Montag


Dienstag - Donnerstag


Freitag
08:30 bis 11:00 Uhr
14:00 bis 17:30 Uhr

08:30 bis 11:00 Uhr
14:00 bis 17:00 Uhr

08.30 bis 11.00 Uhr
14.00 bis 16.00 Uhr

Vor Feiertag ab 16:00 Uhr geschlossen.

Termine ausserhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung.
Stiftung Dörfli-Haus
6464 Spiringen

Telefon 041 879 11 34
Telefax 041 879 17 34

E-Mail: verwaltung@spiringen.ch

 

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